Geschichte
Die Forschungsstelle Solothurnisches Orts- und Flurnamenbuch existierte von 1989 bis 2025 und wurde von Prof. em. Dr. Rolf Max Kully, ehemaliger Direktor der Solothurner Zentralbibliothek und ausserordentlicher Professor an der Universität Basel gegründet.
Das Projekt hatte zum Ziel, sämtliche Orts- und Flurnamen des Kantons Solothurn zu sammeln, zu erläutern und die Ergebnisse in allgemein verständlichen, wissenschaftlichen Namenbüchern zu veröffentlichen. Aktuelle und historische, vergessene Namen werden gleichermassen berücksichtigt und erforscht.
Entstanden ist ein sechsbändiges Werk, das alle Namen in ihren historischen und aktuellen Kontexten präsentiert. Im Jahr 2003 erschien der erste Band „Solothurnische Ortsnamen. Die Namen des Kantons, der Bezirke und der Gemeinden“ mit einer zweiten Auflage 2005. Im November 2010 folgte der zweite Band „Die Flur- und Siedlungsnamen der Amtei Dorneck-Thierstein“. Der dritte Band über „die Flur- und Siedlungsnamen der Amtei Olten-Gösgen“ ist im November 2014, der vierte Band „Die Flur- und Siedlungsnamen der Amtei Thal-Gäu“ im Dezember 2017, Band 5 "Die Flur- und Siedlungsnamen der Amtei Solothurn-Lebern im Juni 2022 und der sechste und letzte Band „Die Flur- und Siedlungsnamen der Amtei Bucheggberg-Wasseramt“ im Dezember 2025 erschienen.
Die Forschungsstelle war ab 2008 an der Universität Basel angegliedert. Die Leitung liegt beim Deutschen Seminar der Universität Basel unter der Führung von Prof. Dr. Hans Bickel (bis Okt. 2016 Prof. em. Dr. Annelies Häcki Buhofer), in enger Zusammenarbeit mit der operativen Projektleiterin Dr. Jacqueline Reber. Im Laufe der langjährigen Forschungstätigkeit ist eine umfangreiche Materialsammlung entstanden. Die Datenbank FLUNA umfasst für den Kanton Solothurn rund 335'000 einzelne Namenbelege zu 39’000 Namen (Toponyme und Anthroponyme) aus ca. 3'300 Quellentiteln.